Stall bauen

Natürlich kann man einen Kaninchenstall auch gut selbst bauen. Dafür braucht man nur einen guten Plan und etwas
handwerkliches Geschick. Der Vorteil am selbst gebauten Stall ist natürlich, dass er genau den eigenen Vor-
stellungen entspricht und sich ideal in die vorhandenen Gegebenheiten integrieren läßt.

Bei dem hier im folgenden vorstellten Stall-Bau-Projekt wollten wir unseren beiden Kaninchen Yuki und Panda ein
neues Zuhause auf unserem Balkon auf einer Grundfläche von 2x2 m zur Verfügung stellen. Der Stall sollte wind-
und wetterfest sein und ich hatte sogar an eine leichte Bodenheizung gedacht.

Das Projekt hat mir sehr viel Spaß bereitet. Jedem, der sich auch mit dem Gedanken trägt, einen Stall selbst zu
bauen, möchte ich aber zurufen: Kauf' Dir vorher einen guten Akkuschrauber und überleg', ob es nicht doch auch
fertige Stallbausätze (siehe hier) gibt.
Ich habe mir das gesamt Material im Baumarkt gekauft und das Holz dort zuschneiden lassen. Am Ende hat man den
idealen Kaninchenstall, das ist klar aber die Kosten dafür können - verglichen mit einem gekauften Stall -
locker doppelt so hoch sein.

Allen denen, die noch nicht abgeschreckt sind, stelle ich hier mein Bauprojekt vor:
Die insgesamt verfügbare Fläche betrug 2m x 2m. Also wählte ich für den Stall eine Grundfläche von 1,90m x 1,30 m.

Auf dem Bild rechts kann man den fertigen Stall schon mit den neuen Bewohnern sehen.
Hier kann man den Aufbau des Stalls sehen, wie ich ihn gebaut habe.
Der Stall ist vorne etwas niedriger als hinten, um ihn zugänglicher zu machen und Regenwasser abfließen lassen zu können. Das Dach des Stalls besteht aus zwei Elementen: Dem tatsächlichen Dach aus Wellplatte Trapez Kunststoff transparent und einem zusätzlichen Rahmen aus Kaninchengitter.
Die Idee dahinter ist, dass wir das eigentliche Dach für die Luftzufuhr gern öffnen können wollten, ohne das Risiko einzugehen, dass sich Marder oder Vögel unseren Kaninchen zu sehr nähern.
Entgegen der Planung habe ich das Dach und den Gitterrahmen dann sogar noch zweigeteilt, um z.B. nur eine Dachhälfte öffnen zu können, entweder um lüften zu können oder z.B. zur Reinigung besser darin stehen zu können.
Rahmen und Dach sind über einen Messingverschluß zu verbinden und ruhen auf dem eigentlichen Stall auf einem Stück aufgeschnittenen, transparenten Schlauch. Der Schlauch dient auch als Schutz vor dem Eindringen von Regenwasser.
Gut zu erkennen ist unten die kleine Tür, durch die man die Kanninchen in den als Freigehege gedachten Restteil der Grundfläche von 2m x 2m freilassen kann.

Auf dem Bild nicht zu erkennen sind die mittels Lochbohrer angebrachten Lüftungsöffnungen, die man jeweils mit einer
kleinen Blende auch wieder verschließen kann.

Wir haben den Spalt zwischen den Dachrahmen als Schutz gegen Regenwasser noch mit einer zurechtgeschnittenen transparenten Schreibtischunterlage versehen, die wir auf einer Dachhälfte festgeschraubt haben.

Der Stall ruht auf 4 kleinen Kanthölzern, damit Regenwasser unter dem Stall abfließen kann und das Holz von unten nicht durchweicht. Wir haben in den Stall einen doppelten Boden eingezogen, da mein ursprünglicher Plan war, noch eine Bodenheizung für die ganz kalten Tage einzubauen. Darauf haben wir dann aber doch verzichtet, da der Temperatur
unterschied doch zu deutlich gewesen wäre.

Dem Boden haben wir noch einen wasserabweisenden Anstrich verpaßt; insgesamt haben wir den Stall von innen und
außen rundherum mit witterungsbeständiger Farbe gestrichen.


Auf den Bildern hier kann man gut das geteilte Dach und den geschützten Spalt sehen.
Wir haben den Kaninchen noch eine Heuraufe in den Stall gestellt, natürlich eine Trinkmöglichkeit und einen großen Buddelkasten.
Auf dem Bild ganz oben kann noch gut erkennen, dass wir noch eine große IKEA-Sammelbox zu einer Rückzugsmöglichkeit umfunktioniert hatten, indem wir sie einfach umgedreht und einen Zugang hineingesägt hatten.
Später hatten wir auf die Sammelbox noch eine Holzplatte montiert - so konnten unsere Beiden auch dort Platz nehmen und die Aussicht bewundern.


Hier habe ich die erforderlichen Teile zusammengestellt und versuche, den Aufbau anhand der Skizzen etwas zu ver-
deutlichen:


Hier eine Skizze, wie ich mir das
Dach vorgestellt hatte. Im Ergebnis
war das Dach dann aber zweiteilig.


Alle Teile habe ich auf Stoß mit
Winkelverbindern und Spax-Schrauben
zusammen montiert.
Empfehlung: Ein guter Akkuschrauber!


Die Materialliste für den Korpus.
Ein großes Auto kann nicht
schaden!
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